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Geht doch mal auf eine:

Kleine Reise durch das Skelett des Pferdes

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wunderschön gesammelt, strukturiert, beildert und betextet.

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Bericht über das Dr. Heuschmann Seminar in Wendelstein:

Es würde den Rahmen sprengen, den gesamten Inhalt des Tagesseminares wiedergeben. All das ist nachzulesen in Heuschmanns Buch *Finger in der Wunde - was Reiter wissen müssen, damit ihr Pferd gesund bleibt* und anzuschauen in dem Film *Die Stimmen der Pferde*.

Dr. Heuschmann plädierte im ersten Teil des Seminars für eine schonende, pferdegerechte Ausbildung nach den alten Prinzipien der Klassischen Reitkunst, erläuterte die physiologischen und anatomisch-funktionellen Zusammenhänge beim Körperbau des Pferdes  und erklärte anschaulich, welche Auswirkungen fehlerhafte Ausbildungsmethoden auf die Anatomie des Pferdes haben.

 

Im praktischen Teil am Nachmittag demonstrierte Dr. Heuschmann das richtige Lösen und die korrekte Aufrichtung und auch den Umgang mit Schwierigkeiten und das Korrigieren von Fehlern am lebenden Objekt.

Gastgeber Johan Huber und Dr. Gerd Heuschmannn

Ich möchte einige Zitate Heuschmanns, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind, hier wiedergeben:

 

Vielen Reitern fehlt das Fundament, die Erfahrung im Umgang mit dem Pferd.

 

Mit der Skala der Ausbildung kann man keinen 30jährigen Reitanfänger abholen.

 

Bei Reiten formt man den Organismus des Pferdes um. Diese Veränderung ist immer mit Muskelschmerz verbunden. Wenn man das nicht beachtet, dann macht man ein junges Pferd kaputt.

 

Der lange Rückenmuskel sollte ausschließlich der Fortbewegung dienen und nicht dem Tragen des Reiters.

 

Die entscheidende Struktur ist das Oberhalssystem.

Die Oberhalsmuskulatur braucht 1,5 bis 2,5 Jahre, bis sie richtig ausgebildet ist.

 

Sehr viele psychische Probleme beim Pferd resultieren aus falschem Training.

 

Der Sitz macht’s.

Das wichtigste Handwerkszeug des Reiters – sein Lebenswerk – ist der Sitz.

Nur wenn man ein selbstbewusster, ruhiger, entspannter Mensch ist, kann man zu einem ausbalancierten Sitz kommen.

 

 

Definition für gutes Reiten aus biomechanischer Sicht:

Ein Reiter ist dann ein guter Reiter – egal welche Reitweise und Klasse – wenn er es schafft zu reiten, ohne die Bewegungszentrale des Pferdes - den Rücken - zu verspannen.

 

Ein richtig vorwärts-abwärts gerittenes Pferd ist niemals auf der Vorhand.

Zuerst kommt das Vorwärts, dann das Abwärts.

 

Ob ein Pferd auf der Vorhand ist, sehe ich an der Beweglichkeit der Hinterhand.

 

Die Dehnungshaltung ist ein aktiver Prozeß und ist abhängig vom Gebäude des Pferdes.

 

Der Schweif zeigt unmissverständlich den Spannungszustand des Pferdes an.

 

Ein guter Reiter schafft es, die beiden Rückenmuskelstränge frei arbeiten zu lassen. Daraus resultieren natürliche, ungestörte Grundgangarten, die so noch verbessert werden können. Stört man dieses Muskelsystem, so zerstört man als erstes die hochsensible Gangart Schritt.

 

Die Reinheit der Gänge ist das entscheidende Kriterium, das die Korrektheit der Ausbildung zeigt.

 

Viele Rittigkeitsprobleme, Taktstörungen etc. lassen sich durch richtiges Satteln vermeiden. Da gibt es auch ein Riesenproblem beim Islandpferd.

 

Die relative Aufrichtung ist immer relativ zur Unverspanntheit des Rückens.

 

Dogmatismus ist der falsche Weg.

 

Der kurze Hals ist der Tod der Reiterei.

 

Die Rollkur bzw.  Hyperflexion ist eine Sauerei und unreiterlich.

 

Die meisten Genicke unsere Pferde sind vergewaltigt.

 

Das Pferd gibt einem das Genick, das darf man sich nicht einfach nehmen.

 

Tiefer als im Moment geht es nicht mehr – in allen Reitweisen.

Der absolute Tiefpunkt ist erreicht und das System stinkt. Überall.

 

Wir machen die Pferde kaputt, wir misshandeln sie und es sieht noch dazu grauenvoll aus.

 

Die Hankenbeugung ist das Synonym für Versammlung.

 

Es heißt Anlehnung – nicht Anziehung, Anknallung oder Anreißung.

 

Nur ein kauendes Pferd kann entspannen.

 

Stellung ist lebenswichtig und das geht nur, wenn es mechanisch auch möglich ist.

 

In dem Moment, wo das Pferd hinter der Senkrechten geht, hat man das Genick verloren.

 

Die Nase muß vor/an die Senkrechte.

 

Deutschland ist das einzige Land, in dem der Reiter eine Fülle sehr guter Literatur über das Reiten in seiner Muttersprache vorfindet. Man muß nur lesen.

 

Gutes Reiten reicht.

 

Haben Sie Mut – nur dann können wir gemeinsam etwas ändern!

 

© Barbara Schnabel

 

Die neun ethischen Grundsätze des Pferdefreundes

 

 


 


 
 


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